Feng Shui im Büro – schnell und wirkungsvoll in 8 Schritten

Für alle, die überwiegend im Büro arbeiten, ist ein Möbelstück entscheidend für den Wohlfühl- und Erfolgsfaktor: der Schreibtisch.
Egal ob du hier Steuern berechnest, Kostenpläne erstellst, Team-Pläne machst oder Werbeanzeigen gestaltest. Hier wird gearbeitet, sich konzentriert, effizient gearbeitet und nachgedacht.

Dabei ist klar: Harmonie und Wohlbefinden im Raum wirken sich auch auf deine Arbeitssituation aus.
In einem positiven, konstruktiven, innovativen und lebendigen Umfeld bist du motivierter und effektiver. Und zwar unabhängig davon, ob du an Feng Shui „glaubst“ oder es für Esoterik hältst. Sogar die moderne Gehirnforschung hat einige Ergebnisse von Feng Shui, der klassischen chinesischen Wohnraumgestaltung, bestätigt. Glaubst du nicht?

Gutes Feng Shui sieht man nicht, man spürt es. Das hat nichts mit „Schöner Wohnen“ zu tun. Ein Raum kann optisch wunderschön und gut gestaltet sein, trotzdem fühlen sich die Menschen, die hier arbeiten, unwohl. Wenn du dich immer schon gefragt hast, woran das liegt, lies unbedingt weiter.

Los geht’s:

1. Der beste Platz für deinen Schreibtisch

Die Platzierung deines Schreibtisches ist am wichtigsten. Optimal ist hier die sogenannte Lehnstuhl- oder „Power-Position“. Das heißt:

  • Mit einer soliden Wand im Rücken. So kann dir keiner “in den Rücken fallen”, und es gibt dir ein Gefühl von Sicherheit.
  • Alle Tür/en und Fenster im Blick. So behältst du den Überblick und kontrollierst, wer den Raum betritt oder verlässt.
    Ist das nicht möglich, und du musst mit dem Rücken zur Tür sitzen, gibt es einen Trick: Nimm einen kleinen Spiegel, den du einfach so auf den Schreibtisch stellst, dass du die entsprechende Tür zumindest indirekt im Blick hast. Noch unauffälliger sind spiegelnde Teekannen oder ein Briefbeschwerer aus Silber oder einem anderen Metall.
    Apropos Blick: Häng alle Bilder ab, die dir nicht gefallen und hänge eines auf, das dich inspiriert und motiviert.
  • Der Raum hinter deinem Rücken sollte frei sein. Am besten ist hier eine Wand mit einem schönen Bild, dem Unternehmenslogo oder sonstigen Dingen, die deinen Rücken stärken. Aber keinesfalls ein Regal.
  • Freier Blick nach vorne – also nicht direkt vor der Wand (das sprichwörtliche „Brett vor dem Kopf“)
  • Damit du einen freien Blick hast, solltest du deinen Bildschirm eher auf einen Beistelltisch oder bei einem L-förmigen Tisch an die Seite stellen.
  • Stabilisierende Elemente: rechts und links vom Schreibtisch niedrige Pflanzen und Möbel.
  • Jeder von uns hat günstige und ungünstige Richtungen. Das hängt ab von unserem Geburtsdatum und unserem Geschlecht. Deine kannst du hier nachlesen.
    Stell deinen Schreibtisch so, dass er in einer dieser guten Richtungen steht oder du zumindest in diese guckst.
  • Abhängig von der Lage der Fenster und Türen sowie vom Grundriss solltest du den Schreibtisch dort platzieren, wo du das Gefühl hast, alles zu kontrollieren. Hör auf deinen Bauch! Schiebe ihn solange hin und her, bis es „passt“. Denk auch an die Sonneneinstrahlung zu verschiedenen Tageszeiten.

2. Je weniger, desto besser

Ein unaufgeräumter Schreibtisch blockiert. Deshalb gilt:

  • Auf deiner Tischoberfläche sollte nur das Minimalste stehen. Musst du wirklich so viele Ordner auf deinen Schreibtisch stellen? Können sie irgendwo anders platziert werden, wo du leicht an sie ran kommst? Brauchst du wirklich auf deinem Schreibtisch alle Stifte und Bleistifte, die du besitzt?
  • Kaputte Geräte, klappernde Stühle, vertrocknete Zimmerpflanzen oder die Reste deines Messestands vom vorletzten Jahr gehören entsorgt und schaffen keine gute Atmosphäre.
  • Ersetze abgenutzte Büro-Utensilien durch neue in deiner Lieblingsfarbe.
  • Plane ab jetzt jeden Tag 10 Minuten ein und miste alte Unterlagen aus.
  • Schaffe Ordnung in offenen Schränken und Regalen und platziere etwas Schönes, Persönliches, Lustiges zwischen den Büchern oder Ordnern.
  • Entferne überflüssige Möbel und alles, was dir nicht gefällt. Schaff dir neuen Freiraum! Das gilt auch für das Sammelsurium an Büroutensilien.
  • Lass den Kabelsalat verschwinden, z. B. hinter Leisten, gebündelt in einer Kabelspirale.

Büroeinrichtung

3. Holz, Glas, Laminat oder Metall – Welches Material ist das beste?

Von allen infrage kommenden Materialien ist Holz für viele die beste Wahl. Zum einen bringt es natürliche Energie in deinen Raum. Zum anderen hat es auch eine wachsende und lebendige Energiequalität.
An leichten Holz-Schreibtischen gelingen vor allem visionäre, kreative Tätigkeiten. Hier kannst du neue Ideen entwickeln, Projekte in die Wege leiten, unkonventionelle Lösungen anstreben und mutige Entscheidungen treffen.

Stabile, rechteckige, schwere, massive Holzschreibtische – wie zum Beispiel der des amerikanischen Präsidenten – steht für Entschlossenheit, Standhaftigkeit, Disziplin, Autorität. Das sind meistens Chef-Schreibtische.

Ein Laminat-Schreibtisch dagegen hat meistens leblose, passive Energie. Hier helfen Pflanzen oder andere Energiespender, um dem entgegen zu wirken.

Ein Metall-Schreibtisch kann, muss aber nicht aus Metall sein. Interessanterweise sind viele Standard-Büroschreibtische dem Feng Shui Element „Metall“ zugeordnet. Das heißt metallfarbene Arbeitsplatte, Tischbeine/Gestell aus Metall, abgerundete oder ovale Form. Metall hilft vor allem der Konzentration und unterstützt strukturiertes Arbeiten.

Einem Glas-Schhreibtisch fehlt die Festigkeit; er kann die Energie nicht halten. Glas ist dem Feng Shui Element Wasser zugeordnet. Glastische sind eigentlich gar nicht zum Arbeiten geeignet. Denn Wasser fließt und ist nicht stabil, hat keine eigene Form (oder Meinung). Eine Glasplatte wirkt instabil, gibt keine Basis, lässt alles durchsickern. Man hat das Gefühl, hier fällt alles durch die Platte durch.
Ein Tipp: Hast du schon einen Glastisch, kannst du entweder die Fläche mit einer Milchglasfolie bekleben oder dem Tisch mit hohen Pflanzen mehr Erdung geben.

4. Und was ist mit der Form?

Im Feng Shui vermeiden wir grundsächlich Winkel und spitze Kanten. Die optimale Form hängt allerdings davon ab, was du am Schreibtisch machst. Was willst du hier erreichen?
Die typische rechteckige Form sorgt für Erdung, Wachstums und Erweiterung. Sie ist gut für deine Entscheidungsfreudigkeit. Am besten sollte auch die Front offen sein – das fördert den Energiefluss.
Ein amorph fließender Tisch gilt als ausgezeichneter Feng Shui Tisch, da er Kreativität und einen konstanten, erfrischenden Energiefluss fördert. Es versteht sich von selbst, dass du auf der Innenseite der Kurve sitzen solltest, nicht auf der Außenseite. Allerdings ist dies keine gute Wahl für jemanden, der leicht abgelenkt wird.

Die am wenigsten bevorzugte Form für einen Schreibtisch ist rund, oval oder quadratisch. Quadratische Schreibtische können die Energie stagnieren lassen, und runde fördern genau das Gegenteil. Hier ist man ständige in Bewegung, dreht sich im Kreis. Allerdings können diese Schreibtischformen für verschiedene Situationen geeignet sein.
Ein runder Schreibtisch oder Tisch ist eine ausgezeichnete Wahl für Besprechungen, da hier die Energie frei fließen kann und alle am Tisch gleich sind. Eine ovale Form ähnelt in der Funktion der runden, hat aber eine andere Energieverteilung. Eine quadratische Form kann für eine Person vorteilhaft sein, die dazu neigt, sich leicht abzulenken zu lassen und die mehr Fokus und Konzentration braucht.

Lockere am besten die meistens rechtwinklige Büroausstattung durch runde Formen auf. Zum Beispiel mit einem runden Mousepad, einem geschwungen geformten Bürostuhl, einer Pflanze. In den meisten Büroräumen fehlt Holz und fließende Formen. Wie wäre es mit fließenden Vorhängen statt monotoner Lamellen vor dem Fenster?

Runder Tisch


5. Die beste Farbe

Farbe ist ein wichtiges Thema im Feng Shui und oft der einfachste Weg, um eine bestimmte Energiequalität zu schaffen.
Jede Farbe steht für ein bestimmtes Element und damit eine bestimmte Energieart.
Außerdem beeinflussen Farben nicht nur unsere Laune, sondern auch unser allgemeines Wohlbefinden.

Deshalb sind die heutzutage modischen Büroräume in Weiß-Schwarz-Grau eher kontraproduktiv. Warme Farben wie Beige, Gelb, warmes Rot oder aktives Grün dagegen wirken sich positiv auf die Stimmung aus. Achte bei der Wahl aber in erster Linie darauf, womit du dich wohl fühlst.

■ Braun – Schafft ein Gefühl von Komfort und Unterstützung für den Körper
■ Schwarz – Fördert Konzentration und Aufgeschlossenheit
■ Weiß – Fördert Klarheit und Disziplin
■ Grau – Ähnlich wie Weiß, hat aber noch mehr Kraft, um zu fokussieren
■ Grün – Revitalisierend, kreativ, nährend
■ Rot – Stark aktivierend, keine gute Wahl für den Langzeitgebrauch

Viele Schreibtische kombinieren auch mehrere Materialien oder mehrere Farben. Zum Beispiel ein Holztisch mit Metallbeinen oder ein Schreibtisch mit mehreren Farben.

6. Die Schreibtischoberfläche

Die Schreibtischgröße sollte großzügig sein. Ein zu kleiner Tisch wirkt einengend. Es versteht sich von selbst, dass ein ständig überladener Schreibtisch kontraproduktiv ist. Natürlich hängt das von deiner eigenen Definition von Unordnung ab.
Damit du nicht zu viel Kram auf der Arbeitsfläche hast, solltest du zusätzliche Ablagemöglichkeiten schaffen. 

7. Licht und Luft

Am optimalsten ist natürlich ausreichend Tageslicht, das weder dich noch Besucher blendet. Egal, ob du in einem gemütlichen Home Office oder in einem Großraumbüro arbeitest, für einen optimalen Arbeitsplatz – und für dein eigenes Wohlbefinden – ist es wichtig, deine eigene Lichtquelle zu haben.

Für gute Luft und frischen Wind sorgt regelmäßiges gutes Lüften.

Kraftlose Pflanzen solltest du durch neue mit kräftigen Blättern ersetzen.
Klassische „No Go’s“ sind Kakteen und Pflanzen mit stachligen Blättern. Auch ein frischer Blumenstrauß ist super.
Diese „Luftreinigungsanlagen“ – also Pflanzen – sind ein Muss für jeden Arbeitsbereich. Such dir zum Beispiel eine schöne lebendige Pflanze mit einem atemberaubenden Topf aus, um ihre Wirkung auf deinem Schreibtisch zu maximieren.

8. Zum Schluss: Das Bagua – Was sollte wo stehen?

Weil es in keinem Feng Shui Artikel zum Thema Schreibtisch fehlen darf – auch hier: Das Bagua.

In vielen Ratgebern liest man davon, das sogenannte „Feng Shui Bagua“ mit seinen acht Zonen auf den Schreibtisch anzuwenden. Es teilt jeden Raum in acht Zonen, die den Bereichen deines Lebens entsprechen. Das heißt, du kannst bestimmte Dinge in bestimmte Bereiche stellen. Auf meinem Schreibtisch nutze ich das nicht. Mir ist wichtig, dass er gut steht und die anderen Punkte oben erfüllt sind.

Aber wer unbedingt wissen will, wo der Bereich für Reichtum, für Geschäftsbeziehungen, für Karriere und so weiter ist, voilà.
Du brauchst dazu einen Kompass, denn die jeweilige tatsächliche Himmelsrichtung ist wichtig. Hast du sie, sieht das Ganze so aus:

  • Norden – steht für die Karriere – dein Lebensziel, deine Motive.
  • Nordosten – der Bereich für Wissen und Lernen.
  • Osten – Hier liegen Familie und Gesundheit. Also ein guter Platz für ein Bild von deiner Familie oder ein Geschenk von einem geliebten Menschen.
  • Südosten – Zeigt dein Vermögen – sowohl das geistige als auch das finanzielle.
  • Süden – Repräsentiert den Ruhm
  • Südwesten – das ist der Bereich für Geschäftsbeziehungen, ein guter Ort für das Telefon.
  • Westen – Die Richtung für deine Projekte und deine Zukunft.
  • Nordwesten – Hier ist der Platz für Mentoren und hilfsbereite Menschen.

Probier’s aus!

Hab dabei aber bitte auch immer die praktischen Aspekte im Auge. So bringt es beispielsweise wenig, wenn dein Schreibtisch am “idealen” Ort steht, du dich aber ständig ärgerst, dass du das gesamte Büro durchqueren musst, um deine Sachen aus dem Drucker zu holen.
Feng Shui anzuwenden, bedeutet immer auch Kompromissbereitschaft. Das heißt: Schritt für Schritt loslegen und die optimalen Lösungen im Rahmen deiner jeweiligen Möglichkeiten finden.

In diesem Sinne: Frohes Schaffen!

 

 

Adresse

Anke Otte  
Feng Shui Beratung  
Rathenaustraße 2
22297 Hamburg

Kontakt

01515/9861444  

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